Einleitung
Grundsätzliche Überlegungen
Aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Einsatzdienst der letzten Jahre wurde im Jahr 2001 damit begonnen das Funkkonzept im Bereich der 2m-Handfunkgeräte zu überarbeiten, da sich insbesondere bei Großschadenslagen herausstellte, dass der eine zur Verfügung stehende Kanal sehr schnell überlastet war. Hinzugekommen war zwischenzeitlich auch noch die Atemschutzüberwachung, welche eine klare und sichere Funkverbindung zwischen den Trupps und dem Atemschutzcontroller unverzichtbar machte.
Ausgangslage
Innerhalb der Stadt Dortmund waren die Kanäle im 2m-Band, bis zur Einführung des neuen Funkkonzeptes, wie folgt zugeordnet:
  • 53 W/U = allgemeiner Einsatzdienst
  • 53 bG/U = U-Bahn Bereich
  • 31 W/U = BOS Verbindungskanal
  • 25 W/U = KatS-Einsätze
Problematik
Die Problematik ergab sich beim Einsatz mehrerer Einheiten, bzw. insbesondere dann, wenn bei Großschadenslagen zusätzlich noch diverse Führungsebenen zur Koordination hinzugezogen wurden. Die Wahrscheinlichkeit, das bei mehreren Einheiten gleichzeitig Sprechwünsche vorlagen nahm exponential zu. Wesentlich entscheidener war aber die Gewährleistung der Atemschutzüberwachung der eingesetzten Trupps. Ein weiteres Problem stellte die eindeutige Zuordnung und Unverwechselbarkeit von Funkrufnamen bei nachrückenden Einheiten dar.
Lösung
Die Zuteilung der Funkkanäle ist neu geordnet worden. Zum einen sind die Funkkanäle örtlich, und zum anderen in Führungsebenen zugeteilt worden. Darüber hinaus sind den Spezialeinheiten, sowie verschiedenen Ausbildungsbereichen ebenfalls bestimmte Kanäle zugewiesen worden.
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Brandschutzabschnitte [BA]
Die Zuteilung der Funkkanäle ist nach der neuerlichen Überarbeitung des Funkkonzeptes nun in acht Brandschutzbezirke erfolgt. Hierbei sind die Kanäle so ausgewählt worden, dass angrenzende Städte jeweils einen anderen Funkkanal nutzen.
Brandschutzabschnitte
Die Trennung in mehr als vier Funkkanäle ist derzeit aus technischen Gründen nicht möglich.
Jede Einheit (LZ und SE) nutzt grundsätzlich den ihr jeweils zugeteilten Kanal, auch wenn ein Einsatz in einem anderen Brandschutzabschnitt erfolgt. Ein Kanalwechsel erfolgt nur bei angeordneter Unterstellung zu einer anderen Einheit (Verstärkung, Ergänzung). Dadurch werden die Funkkanäle entlastet. Ein Kanalwechsel bleibt weitgehenst die Ausnahme.
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Funkkanäle
Führungskanäle
Als Führungskanäle stehen nach der Überarbeitung des Funkkonzeptes und Veröffentlichung der Funkdienstordnung im wesentlichen 3 Führungskanäle zur Verfügung. Diesist zum einen der bereits bekannte Kanal 25 W/U, sowie zum anderen die Kanäle 20 W/U und 32 W/U. Im Falle eines ersten Alarms (es rückt ein Löschzug ggf. mit Rettungsdienst aus) kommt lediglich der Kanal 25 W/U zum Einsatz. Er dient als Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und dem Einsatzleiter (C-Dienst)
Kommunikationsstruktur 1. Alarm
Im Falle eines 2. Alarms (es rücken zwei Löschzüge, Rettungsdienst und ein B-Dienst als Einsatzleiter aus) kommt neben dem Kanal 25 W/U als Kommunikationsmöglichkeit zwischen B-Dienst, C-Dienst und Rettungsdienst noch der Kanal 32 W/U hinzu. Dieser wird von den anrückenden Einheiten als Kanal für den Bereitstellungsraum verwendet um den Führungskanal im laufenden Einsatz nicht durch nachrückende und erst noch einzuteilende Kräfte zu belasten.
Kommunikationsstruktur 2. Alarm
Sollte es die Einsatzlage im Falle eines 3. Alarms (es rücken 3 Löschzüge, Rettungsdienst [mit LNA und OrgL], zweimal B-Dienst und A-Dienst aus) besteht die Möglichkeit als zusätzlichen Führungskanal für einen Einsatzabschnitt den Kanal 20 W/U zu nutzen. Der Kanal 32 W/U fungiert in diesem Fall nicht mehr nur als Kanal für den Bereitstellungsraum, sondern wird dann als Kommunikationskanal zwischen Einsatzleiter und seinen Einsatzabschnittsleitern genutzt.
Kommunikationsstruktur 3. Alarm
Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr [FF] werden in der Regel der Berufsfeuerwehr [BF] unterstellt und somit einem Zugführer [ZF] der BF zugeordnet. In diesem Fall hat der jeweilige ZF der FF keinen eigenen Führungskanal.
Spezialeinheiten
Die Spezialeinheiten [SE] nutzen grundsätzlich den Kanal ihrer Stammwache (BA). Rückt die SE in einen anderen BA aus, so meldet sich der Führer der SE beim Einsatzleiter (egal, ob dies ein ZF, C-, B- oder A-Dienst ist) über Kanal 25. Ordnet dieser eine Unterstellung zu einer anderen Einheit an, wird der Kanal der entsprechenden Einheit genutzt. Dieser Funkkanal ist nicht immer der Kanal des Brandschutzabschnittes in dem der Einsatz erfolgt. Bei einem selbständigen Einsatz einer SE ist kein Kanalwechsel erforderlich.
z.B. kann der LZ 4 im BA 2 (Ost) eingesetzt werden und behält seinen Funkkanal. Wird eine SE dem LZ 4 unterstellt, so übernimmt die SE den Funkkanal des LZ 4 und nicht den des BA Ost.
Zur Zeit gibt es in Dortmund die folgenden Spezialeinheiten: SET (Taucher), SEH (Höhenrettung), SEA (Atemschutz), SER (Rettungsdienst), SEB (Bergung), SEC (Chemie), SES (Strahlenschutz), SEF (Führung und Kommunikation)
  Spezialeinheiten
Feuerwehrschule / Rett.-Ass.-Schule
Die Feuerwehr- und Rettungsassistentenschule, sowie andere Ausbildungen (z.B. CSA Ausbildung FW2) nutzen den Kanal 56 W/U.
Feuerwehrschule / Rett.-Ass.-Schule
BOS Verbindungskanal
Zur störungsfreien Kommunikation mit anderen an Einsätzen beteiligten Organisationen steht der Kanal 31 W/U zur Verfügung.
BOS Verbindungskanal
Sonderfälle
Sonderfälle stellen die Kanäle 25, 53 und 56 b G/U dar. Diese sind für den Gebäudefunk und den U-Bahn Bereich geschaltet. Bei einem Einsatz würden hier alle Einheiten auf einem Kanal funken müssen. Dadurch ist das Ziel einer Funkkanalentlastung natürlich nicht mehr gewährleistet. Eine strenge Funkdisziplin ist für diesen Fall ein unbedingtes "muss". Die Brandsicherheitswachen nutzen den Kanal 56 W/U. Der Führer einer Brandsicherheitswache schaltet mit einem zweiten Gerät den Führungskanal 25 W/U.
Ein weiterer Sonderfall ist für CSA-Einsätze definiert worden. Hier wird der Kanal 31 W/O in die Kommunikation miteinbezogen. Zusätzlich stehen noch die Kanäle 34 W/O und 50 W/O zur besonderen Verfügung. Die Nutzung dieser Kanäle darf jedoch nur auf Anweisung der Einsatzleitung erfolgen.
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Kanalzuweisung
Kanalzuweisungen/-wechsel sind erforderlich beim Unterstellen von Einheiten oder Teileinheiten (z.B. Ergänzungs-Löschfahrzeug). Durchaus sinnvoll können im Einzelfall separate Kanalzuweisungen sein. So kann dies z.B. beim Einsatz einer SE und gleichzeitiger dringlicher Anforderung an den Funkverkehr innerhalb der SE, bei bestehender Kanalüberlastung erforderlich werden. Dies kann im Einzelfall z.B. beim Einsatz von CSA der Fall sein. Sind Kanalwechsel erforderlich (z.B. Unterstellung, Kanalüberlastung durch LZ + SE, o.a.), so erfolgen diese Kanalwechsel auf Anweisung durch den Einsatzleiter.
Kanalzuweisung
Sollten weitere FuG für die Kanaltrennung an einer Einsatzstelle erforderlich sein, so sind diese FuG über den Einsatzleiter anzufordern.
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Funkrufnamen
Der grundsätzliche Aufbau der Funkrufnamen erfolgt analog zum Aufbau im 4 m Bereich und lehnt sich an die bisher bestehenden Funkrufnamen an.
Funkrufnamen
Fahrzeug und Funktionsnummern
Die erste Ziffer bezeichnet immer den Löschzug welchem die jeweilige Funktion zugeordnet ist. Führungsfunktionen (B-Dienst und A-Dienst) sind Wachenungebunden und werden mit "0" bezeichnet.
Die zweite Ziffer bezeichnet die Fahrzeug oder Funktionsnummer. Die Fahrzeugnummer wird im Falle des Maschinisten und des Gruppenführers genutzt um die Zuordnung zum Fahrzeug eindeutig herzustellen. Die Funktionsnummer wird im Falle der vorgehenden Trupps durchnummeriert (s. obige Grafik). Als Sonderfall kommt der Controller hinzu. Er führt keine Funktionsnummer sondern wird auf als "Controller" gerufen. Im folgenden einige wichtige Fahrzeug- und Funktionskennzeichnungen:
  • 11 Zugführer bzw. C-Dienst (Anlehnung Fahrzeugkennzeichnung ELW 1)
  • 13 ELW 3
  • 23 Tanklöschfahrzeug TLF 16/25
  • 33 Drehleiter DLK 23/12
  • 42 Löschgruppenfahrzeug 8/6
  • 44 Löschgruppenfahrzeug LF 16
  • 45 Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS
  • 46 Löschgruppenfahrzeug LF 24
  • 51 Rüstwagen 1
  • 52 Abrollbehälter Technische Rettung
  • 54 Abrollbehälter Gefahrgut
Die dritte Ziffer spezifiziert die Funktion. In Bezug auf die Fahrzeugbezogenen Rufnamen (Maschinist und Gruppenführer) werden diese wie in obiger Grafik mit "1" und "10" bzw. wenn mehrere gleiche Fahrzeuge an der Wache stationiert sind entsprechend durchnummeriert ("2" und "20") bezeichnet.
  • 10 Gruppenführer
  • 20 zweiter Gruppenführer bei gleicher Fahrzeugkennung z.B. FW 1, zweites LF, GF: 1-44-20
Abweichungen
Leiter der Feuerwehr:
Florentine Dortmund 0-1-1
Stv. Leiter der Feuerwehr:
Florentine Dortmund 0-2-1
2. Stv. Leiter der Feuerwehr:
Florentine Dortmund 0-3-1
A-Dienst:
Florentine Dortmund 0-4-1
A-Dienst Führungsassistent:
Florentine Dortmund 0-4-2
A-Dienst Führungsgehilfe:
Florentine Dortmund 0-4-3
B-Dienst:
Florentine Dortmund 0-11-1
B-Dienst Führungsassistent:
Florentine Dortmund 0-11-2
B-Dienst Führungsgehilfe:
Florentine Dortmund 0-11-3
LNA:Florentine Dortmund 0-7-1 OrgL: Florentine Dortmund 0-8-1
Eine vollständige Auflistung der Funkrufnamen können Sie abschließend unter folgendem Link einsehen.
  Übersicht Funkrufnamen (.pdf, 9 KB)
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