2m Handfunkgeräte
Für den BOS-Funk im 2m-Band sind die Kanäle 1 - 125 reserviert. Hierzu stehen im Unterband die Frequenzbereiche zwischen 165,21 - 169,38 MHz und im Oberband zwischen 169,81 und 173,98 MHz zur Verfügung. Die Feuerwehren dürfen Deutschlandweit jedoch nur die Unterbänder nutzen. Die Oberbänder werden teilweise für den Digitalalarm vorgehalten.
Das Handfunksprechgerät
Die Freiwillige Feuerwehr Dortmund wurde im Jahr (2002) mit neuen Handfunkgeräten ausgestattet. Es handelt sich dabei um das Funkgerät (FuG) 11b (GP900) der Firma Motorola. Zwischenzeitlich ist dieses Gerät nicht mehr Verfügbar, so dass nun z.t. auch Geräte des Typs TK 290 FuG 11 B der Firma Kenwood im Einsatz sind.
  Motorola FuG 11b (GP900)
Broschüre (.pdf, 181 KB)
Die Besonderheiten dieses Gerätes sind die sehr einfache und logische Bedienung, sowie die sehr robuste und kompakte Bauweise. Die Sendeleistung liegt bei 1 Watt. Die Lautstärke ist in 6 Stufen verstellbar und wird ebenso wie der jeweils angewählte Kanal im Display angezeigt. Der Kanal- und Lautstärke-regler ist verriegelbar, so dass beide Einstellungen nicht ungewollt verstellt werden können. Zusätzlich können eine Hör- und Sprechgarnitur angeschaltet werden.
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4m Fahrzeugfunk
Für den BOS-Funk im 4m-Band sind die Kanäle 347 - 510 reserviert. Hierzu stehen im Unterband die Frequenzbereiche zwischen 74,215 - 77,475 MHz und im Oberband zwischen 84,015 und 87,255 MHz zur Verfügung.
Die Feuerwehr Dortmund nutzt im 4m-Band den Kanal 467 GU (Gegensprechen Unterband). Das entspricht einer Frequenz von 76,615 MHz.
Für die Digitalalarmierungen wird der Kanal 117 im Oberband genutzt.
Eine gute Übersicht über die in Deutschland zugeordneten Funkkanäle bietet der hier verlinkte Funkatlas.
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Die Typen
Bei der Feuerwehr Dortmund wurden in der Vergangenheit vorwiegend Geräte der Firma Telefunken eingesetzt.
  Telefunken FuG 8b
Diese werden in den neuen Fahrzeugen nun sukzessive durch das aktuelle Gerät der Firma AEG ersetzt.
  AEG FuG 8b
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Der Informationsaustausch
Gerade im Einsatzfall ist Zeit kostbar. Das gilt auch für den Funkverkehr. Informationen müssen den Empfänger daher immer schnell und vollständig erreichen. Zu diesem Zweck ist jeder Beteiligten Funktion/Fahrzeug ein Funkrufname zugeordnet. Diese Rufnamen sind genormt und nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Anhand dem folgenden Beispiel möchten wir Ihnen verdeutlichen wie dieses Schema aussieht:
Beispiel:
  Florian Dortmund 25/44/01

Der Funkrufname setzt sich zusammen aus:
  • dem Kennwort der Organisation
  • dem Namen des Leitstellenbereichs
  • der nummerischen Bezeichnung der Feuerwache oder Gemeinde
  • der nummerischen Bezeichnung der Fahrzeugart
  • der Nummer des Standortes und des Fahrzeugs
Kennwort der Organisation:

Das Kennwort der Feuerwehr lautet Florian. Das oben genannte Fahrzeug ist somit ein Feuerwehrfahrzeug.
Namen des Leitstellenbereichs:

Das oben genannte Fahrzeug kommt also aus der Stadt Dortmund. Der Funkrufname der Leitstelle lautet: "Florian Dortmund"
nummerische Bezeichnung der Feuerwache oder Gemeinde:

Die Löschzüge der Stadt sind durchnummeriert. Die Ziffern 1-9 werden durch die Löschzüge der Berufsfeuerwehr und Flughafenfeuerwehr belegt, und die Ziffern 11-29 durch die Freiwilligen Löschzüge. Das oben genannte Fahrzeug gehört somit zum Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug 25 Eving / Brechten.
nummerische Bezeichnung der Fahrzeugart:

Den Fahrzeugarten ist eine Kennung zugeordnet. Mit 44 wird ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 bezeichnet.
Nummer des Fahrzeugs:

Die letzte Ziffer dient der Nummerierung identischer Fahrzeugtypen innerhalb eines Löschzuges. Der Löschzug 2 der Berufsfeuerwehr in Eving verfügt z.B. über zwei Löschgruppenfahrzeugedes Typs LF 16/12. Um diese Fahrzeuge eindeutig trennen zu können wird entsprechend durchnummeriert. Das erste LF 16/12 führt den Rufnamen Florian Dortmund 2/44/01, während dem zweiten LF 16/12 der Rufname Florian Dortmund 2/44/02 zugeordnet wird.
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Das Funkmeldesystem (FMS)
Das Funkmeldesystem ist eine sehr einfache Form der Daten- bzw. Informationsübermittlung über Funk. Es hat die Aufgabe, den Funkverkehr durch eine schnelle Übertragung von 10 festgelegten Statusmeldungen (0-9) von häufigen zeitraubenden Routinefunkmeldungen zur Leitstelle zu entlasten. Umgekehrt ist die Leitstelle in der Lage Fernaufträge per FMS an das Fahrzeug zu vergeben.
Zur Unterscheidung der einzelnen Einsatzfahrzeuge müssen neben der eigentlichen Statusmeldung eine Reihe Identifizierungsdaten übermittelt werden, so z.B. die Art der BOS (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst,...), Landes- und Ortskennung und Fahrzeugkennung (Typ mit Funkrufname).
Damit erkennt die Leitstelle exakt die Herkunft des Funktelegrammes und fügt automatisch Datum, Uhrzeit und Einsatznummer hinzu.
Die Fahrzeugkennungen sind z.T. unterschiedlich zugeordnet, da die Städte und Gemeinden aufgrund unterschiedlicher Anforderungen auch unterschiedliche Fahrzeuge im Fuhrpark vorhalten, und daher manche Fahrzeuge in den Städten garnicht auftauchen. Die dadurch freiwerdenden FMS-Kennungen werden dann ggf. an ähnliche Fahrzeugtypen vergeben.
Wenn Sie nähere technische Informationen über den Aufbau des FMS-Folgetelegramms der BOS wünschen stellen wir Ihnen diese an dieser Stelle gerne zur Verfügung.
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