Motorkettensäge
Die Motorkettensäge erleichtert Arbeiten im Umgang mit Holz (z.B. das Entfernen loser Äste, Zersägen von umgestürzten Bäumen oder das Aufnehmen von Holzfußböden im Brandfalle).
2-takt Motorkettensäge
Aufgrund des schnelleren Arbeitsablaufes gegenüber einer Handsäge und der hohen Kettengeschwindigkeit entstehen beim Arbeiten mit Kettensägen zusätzliche Unfallgefahren; § 36 (1) UVV "Allgemeine Vorschriften" und GUV 11.13.
Daher werden an den jeweiligen Benutzer besondere Anforderungen gestellt. Sie müssen körperlich geeignet sein, eine entsprechende Ausbildung erhalten haben und eine angemessene Schutzausrüstung tragen.
Zur Schutzausrüstung gehören:
  • Feuerwehrhelm
  • Gesichtsschutz (Schutzbrille und Visier)
  • Schnittschutzhose
  • Handschuhe
  • Sicherheitsschuhwerk
Bei längerem Arbeiten ist es ratsam zusätzlich Gehörschutz zu tragen.
Bei der Feuerwehr Dortmund werden überwiegend Motorkettensägen der Marke "Stihl" verwendet. Sie werden in verschiedenen Größen auf den Löschgruppenfahrzeugen, der Drehleiter, dem Rüstwagen und verschiedenen anderen Fahrzeugen mitgeführt. Die Bedienungselemente, Sicherheitseinrichtungen und das Bedienen der Säge ist weitgehend einheitlich.
Vor der Inbetriebnahme
Vor der Inbetriebnahme muss Kraftstoff, Kettenöl und der Zustand bzw. Spannung der Kette überprüft werden.
Die Spannung der Kette wird bei abgeschaltetem Motor mit der Hand geprüft. Sie muss sich noch leicht von Hand über die Schiene ziehen lassen. Dabei kontrollieren, ob die Kette richtig aufgespannt ist. Die Sägezähne müssen mit dem angeschliffenen Ende in Laufrichtung zeigen.
Die STIHL Motorsägen verfügen über eine seitliche Kettenspannung (siehe Abb. 1). Bei abgeschaltetem Motor müssen zunächst die Befestigungsschrauben des Kettendeckels gelockert werden. Dann die Spannschraube mit dem Schraubendreher anziehen, und die Kette vorsichtig mit der Hand durchziehen. Um die Verletzungsgefahr durch den Kontakt mit der scharfen Kette zu vermeiden, sollten Sie hierbei unbedingt Arbeitshandschuhe tragen (Abb. 4). Die Kette ist richtig gespannt, wenn sie auf der Unterseite der Schiene nicht durchhängt, sich aber noch leicht durchziehen läßt (Abb. 3 + 4).

1. Die seitliche Kettenspannung von STIHL

2. Die Kettenschnellspannung von STIHL

3. Hier ist die Kette noch zu locker

4. So ist die Kette im kalten Zustand richtig gespannt
Wenn die Kette gewechselt werden soll, sollte die Nut der Führungsschiene vorher gründlich ausgekratzt und von Schmutz gesäubert werden. Bei starken Schmutzablagerungen in der Nut, kann die Kette sonst leicht von der Schiene springen. Außerdem besteht die Gefahr, daß das Kettenhaftöl vorzeitig von dem Schmutz aufgesogen wird und gar nicht erst auf die besonders beanspruchte Schienenunterseite gelangt. Starke Erwärmung und Verschleiß von Kette und Schiene wären die Folgen. Die Säuberung kann z.B. mit einem dünnen Schraubenzieher oder einem anderen spitzen Gegenstand durchgeführt werden. Eine neue Kette sollten vor dem Ansetzen ans Holz einige Sekunden "einfahren".
Da sich die Kette nach dem Abkühlen wieder etwas zusammenzieht, sollte die Kette in heißem Zustand niemals nachgespannt oder gewechselt werden. Sonst kann es zu schwerwiegenden Schäden an der Führungsschiene oder an der Motorkurbelwelle kommen. Nach getaner Arbeit ist es ratsam, die Kette wieder etwas zu entspannen. Das gilt vor allem bei frostiger Witterung.
Arbeitssicherheit / Arbeitsweise
Eine gelungene Zusammenfassung mit Sicherheitshinweisen der Firma "Stihl" erhalten Sie hier (.pdf 557 KB).
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